Was wurde aus dem Nachlass, insbesondere den einzigartigen Globen, von Klaus Vogel? Die Beantwortung dieser Frage beinhaltet eine gewisse Tragik.
Klaus Vogel hatte sich schon selbst in seinen letzten Lebensjahren immer wieder mit der Problematik auseinandergesetzt, was nach seinem Ableben einst mit seinem Werk passieren sollte. Innerhalb seiner Familie bestand zwar das Interesse am Fortbestand seiner Globensammlung und seines schriftlichen Werkes, aber ihm war es wichtig, dass es besonders einer künftigen Generation von Fachleuten, insbesondere natürlich Geowissenschaftlern, die der Erdexpansionstheorie offener gegenüberstehen, zugänglich gemacht würde. Daher wandte er sich selbst noch zu Lebzeiten an verschieden öffentliche Einrichtungen in Deutschland, zum Beispiel an den Mathematisch-Physikalischen Salon im Dresdener Zwinger oder an die Universität Leipzig, zu der er über einen renomierten Professor recht guten Kontakt hatte. Er erhielt von überall Ablehnungen.
Nach dem Tod von Klaus Vogel setzte sich unser Freundeskreis „Wachsende Erde" parallel zu den Bemühungen eines seiner Söhne für den Verbleib des Werkes innerhalb Deutschlands ein. Von überall bekamen wir negative Bescheide. Es schien wieder einmal, dass der Prophet im eigenen Land nicht geschätzt wurde.
Glücklicherweise kam dann aber eines Tages aufgrund des Engagements seines Sohnes der Kontakt zur Österreichischen Nationalbibliothek und dem Wiener Globenmuseum zustande. Das Globenmuseum, eine einzigartige Einrichtung, für die es in ganz Europa nichts Vergleichbares gibt, zeigte Interesse und übernahm Klaus Vogels Nachlass.
Die Globen, allesamt Unikate, werden heute zwar nicht direkt in der öffentlichen Sammlung des Museums gezeigt, aber immerhin befinden sie sich im Archiv der mehr als 800 Globen umfassenden Einrichtung.
Die Globen sind allesamt fotografiert und gut dokumentiert zu finden über den Katalog der Nationalbibliothek. Es genügt dort in die Suchmaske die Begriffe „Klaus Vogel" und „Globus" oder „Globen" einzugeben. Dann erscheinen über 20 verschiedene Objekte von der Hand des Werdauer Globenbauers.
Eine direkte Nachfrage ergab, dass man die Globen zu wissenschaftlichen Zwecken zur Ansicht vorbestellen kann. Außerdem ist es wohl möglich, einen Antrag zu stellen, um diese Objekte für geplante Ausstellungen als Leihgaben zur Verfügung gestellt zu bekommen.
Abschließend kann man zusammenfassend sagen, dass es wohl am Ende doch noch eine guter Wink des Schicksals war, dass das großartige Werk Klaus Vogels den Weg nach Wien gefunden hat und somit für künftige Forschergenerationen erhalten bleibt.
Frank Winkelmann
Wo findent man die Globen von Klaus Vogel? Eine Odyssee zum Globen-Museum in Wien